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Blau - Weiss Wagrien


Stabile Defensive, dominanter Auftritt

58 Prozent Ballbesitz, nahezu keine Gefahr durch Abschlüsse des Gegners und zwei eigene Treffer - und all das bei einer der heimstärksten Mannschaften der Bundesliga. „Wir können absolut zufrieden sein. Ich habe selten ein Spiel erlebt, in dem die Gastmannschaft von der ersten bis zur 92. Minute so dominiert hat, wie wir es heute getan haben“, meinte Sportvorstand Christian Heidel am Samstag (14.10.) nach dem 2:0-Erfolg bei Hertha BSC.

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Die Berliner lauerten auf eigenem Platz fast ausschließlich auf Fehler der Knappen, um dann zu kontern. Doch diese Taktik ging nicht ansatzweise auf. „Wir haben keine klare Chance des Gegners zugelassen“, resümierte Chef-Trainer Domenico Tedesco zufrieden. Daher war für Ralf Fährmann die anstrengendste Aktion des Nachmittags ein 100-Meter-Sprint in der 78. Minute, um gemeinsam mit seinen Mitspielern den Treffer zum 2:0-Endstand von Guido Burgstaller zu feiern.

S04 lässt vor der Pause keinen Torschuss zu

Tatsächlich sorgten die Königsblauen für einen Negativ-Rekord bei den Berlinern, die als erste Bundesliga-Mannschaft in dieser Saison vor der Pause komplett ohne Torschuss blieben. Am Ende standen zwei Abschlüsse auf dem Statistikbogen - gefährlich davon war keiner. Daher war Pal Dardais Einschätzung treffend. „Von unserer Seite hat kein Spiel stattgefunden. Es gibt nichts schön zu reden. Schalke hat absolut verdient gewonnen“, so der Hertha-Coach.

 
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Das lag nicht zuletzt an der stabilen Defensive, in der mit Max Meyer als alleiniger Sechser ein Spieler aufgeboten wurde, für den diese Rolle eher ungewöhnlich ist. „Diese Position habe ich in der Bundesliga bisher noch nicht bekleidet. Aber sie kommt mir entgegen, so habe ich viele Ballkontakte. Wenn man allein auf der Sechs spielt, muss man viele Zweikämpfe führen und aggressiv gegen den Ball sein“, erklärte der U21-Europameister und fügte hinzu. „Der Trainer hat mir das Vertrauen geschenkt.“ Und dieses Vertrauen zahlte er zurück. Sein Kumpel Leon Goretzka unterstrich deshalb nach dem Abpfiff, dass „Max das richtig gut gemacht hat!“

Goretzka bekam ebenfalls Lob von seinen Mitspielern. Denn in der 54. Minute schnappte sich der deutsche Nationalspieler die Kugel nach einem Foul von Vladimir Darida an Amine Harit und verwandelte den fälligen Strafstoß zum 1:0. Herthas Schlussmann Rune Jarstein war mit den Fingerspitzen zwar noch am Ball, hatte letztlich aber das Nachsehen. „Ich habe immer gesagt, dass ich Verantwortung übernehmen möchte. Das habe ich in dieser Situation gemacht“, betonte Goretzka. Für den 22-Jährigen war es der erste Elfmeter überhaupt in der Bundesliga. „Zuvor habe ich immer nur im Training geschossen“, schmunzelte er.

Meyer: Auch gegen Mainz und Wolfsburg aggressiv auftreten

Schalke gab im Olympiastadion bereits vor dem Seitenwechsel den Takt vor, ohne jedoch Torgefahr zu entwickeln. „In der ersten Halbzeit haben wir es leider nicht geschafft, aus unserem Plus an Ballbesitz Kapital zu schlagen. Das muss noch besser werden“, sagte Tedesco. Das sah auch Burgstaller so: „Vor der Pause hat uns noch etwas die Konsequenz Richtung Tor gefehlt. Das hat sich gegen zehn Berliner aber geändert.“ Die Überzahl resultierte aus einer Roten Karte gegen Genki Haraguchi, der Burgstaller kurz vor der Pause überhart attackiert hatte. „Er hat mich zwar nur gestriffen, aber der Platzverweis war berechtigt. Er ist mit Tempo und gestrecktem Fuß gegen mich eingestiegen“, so Schalkes Angreifer. „Gott sei Dank ist nichts Schlimmes passiert.“

Burgstaller unterstrich, dass die drei Punkte in Berlin in den kommenden Wochen in der VELTINS-Arena veredelt werden sollen. „Wir haben jetzt zwei Heimspiele vor der Brust - und die wollen wir unbedingt positiv gestalten“, sagte der Torjäger. Meyer ist optimistisch, dass den Knappen dieses auch gelingt: „Wenn wir gegen Mainz und Wolfsburg so aggressiv auftreten, dann bin ich guter Dinge, dass wir mit unseren Fans im Rücken auch diese Spiele gewinnen!“ Für beide Partien sind auf store.schalke04.de aktuell noch Tickets erhältlich.